Blog
Blog folgen
Möchten Sie jeden neuen Beitrag per E-Mail erhalten?
Dann melden Sie sich hier an.
Gelesen

Freunde haben mir das Buch von Arun Gandhi  Wut ist ein Geschenk. Das Vermächtnis meines Grossvaters Mahatma Gandhi empfohlen. Ich empfehle es gerne weiter. Es ist ein wunderbares Buch, das eingeteilt ist in elf Lektionen, die Titel tragen wie Hab keine Angst, deine Stimme zu erheben, Lerne die Einsamkeit schätzen oder Kenne deinen Wert.

Arun Gandhi, der in Südafrika aufwuchs,  kam mit zwölf Jahren nach Indien zu seinem Grossvater und verbrachte zwei Jahre in dessen Ashram und lernte. Der Grossvater erzählte ihm immer wieder Geschichten, um etwas zu verdeutlichen. Und eine erzähle ich hier (etwas gekürzt) weiter.
Mahatma Gandhi hielt es grundsätzlich für möglich, dass ein Mensch sich verändern könne, manchmal sei dies sehr anstrengend, manchmal genüge aber auch ein kleiner Schubs.

Die Geschichte handelt von einem hoffnungslos chaotischen Mann, dessen Wohnung so unordentlich und schmutzig war, dass er niemanden zu sich nach Hause einladen konnte. Eines Tages verliebte er sich in eine junge Frau. Er verabredete sich mit ihr und führte sie aus, doch er führte sie nie in seine Wohnung. Sie schlenderten durch den Park und unterhielten sich am Fluss, und eines Tages pflückte die Frau eine schöne rote Rose und reichte sie ihm.
Es war ein Geschenk der Liebe, und selbst dieser Mann, der freiwillig im Dreck lebte, wusste, dass es würdig aufbewahrt werden sollte. Er trug die Rose nach Hause, stöberte im dreckigen Geschirr und fand tatsächlich eine Vase. Er schrubbte sie sauber, füllte sie mit frischem Wasser und stellte die Rose hinein. Dann suchte er nach einem angemessenen Ort für die Vase und wischte den Esstisch ab. Die Vase machte sich gut dort, aber er dachte, noch besser sähe sie aus, wenn das restliche Zimmer ebenso ordentlich wäre. Also räumte er auf und putzte den Boden. Dann spülte er das Geschirr. Diese Reinigungs-Kettenreaktion hörte nicht auf, bis die ganze Wohnung sauber und ansehnlich war. Alles sollte so schön sein wie die Rose. Es erwies sich, dass die Frau mit dieser einen kleinen Geste der Liebe sein ganzes Leben verändert hatte.

Arun Gandhi weist darauf hin, dass sein Grossvater kein Romantiker war. Er war der Ansicht, dass Liebe vieles bewirken könne; er wollte mit der Geschichte aber auch sagen, dass wir die Rosen dieser Welt sein sollten.

Dienstag, 13. März 2018

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.