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Houmschtori 2

Ich bin ein Landei – und komme aus dieser Schale wohl auch nicht heraus.
Freiwillig nicht heraus. Ich liebe das Land.
So sehe ich’s von meinem Stubenfenster aus. Weiter links liegt der Hohe Kasten.
Es gibt Tage, an denen das Licht in diesem Land so schön ist – vor allem am Morgen und am Abend, dass ich von Fenster zu Fenster laufe und den Himmel und die Hügel bestaune, die wie von innen her leuchten. Wenn’s draussen trüb ist, sind da immer noch die Wände in meiner Wohnung. Auch da ist viel Farbe. Ich liebe Bilder. Und von denen hängen und stehen in meiner Wohnung viele. Zu jedem habe ich eine Beziehung, und jedes lässt beim Betrachten mein Herz höher schlagen. Wie Fenster öffnen Bilder den Blick in die Welt. Dreieinhalb Zimmer sind so gesehen unendlich gross.

Um genau zu sein: die Welt entsteht in meinem Kopf. Mein Hirn setzt sie aus den Schwingungen zusammen, die ich über meine Sinnesorgane aufnehme. Die Farbe macht mein Kopf. Ihrer tut dasselbe. Welche Farbtöpfe wir öffnen und wie wir die Farben mischen und verteilen, liegt ganz an uns. Wichtig  ist es, diese Entscheidungen bewusst zu treffen.
Wir sind Maler und Betrachter in einem. Ist das nicht wunderbar!? Wir konstruieren unsere Welt – und so ist es leicht möglich, von einer Dreieinhalbzimmerwohnung zu sagen: my home is my castle.

Donnerstag, 10. März 2016

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