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Literatur zum Vortrag über Kommunikation
Dialog - Monolog - Halbalog

Dialog: ein Gespräch zu zweit.
Monolog: ein Selbstgespräch.
Halbalog???

Das Salzkorn, Appenzeller Tagblatt vom 23. April, gibt die Antwort:
Halbaloge muss man sich heute ständig anhören. Im Zug, beim Einkaufen, im Grossraumbüro. Gemeint sind unfreiwillig gehörte und halbverstandene Gespräche von telefonierenden Mitmenschen. Laut einer Studie der Harvard Business Review verlieren Angestellte in Grossraumbüros pro Tag 86 Minuten Arbeitszeit durch solche Halbaloge.
Es gibt dagegen zwei Strategien. Dicke Kopfhörer, um sich vom superwichtigen Geplauder der Telefonierenden abzuschotten – oder die Wiederentdeckung der Telefonkabine. Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt, um Privatgespräche privat zu halten, erleben sie gerade eine Neuentdeckung. Kalifornische Firmen stellen zu Hunderten Stahlboxen in Grossraumbüros, wo die Angestellten dann Schlange stehen, um in Ruhe telefonieren zu können. Die Swisscom sollte also, statt Telefonkabinen abzureissen, an einem neuen Geschäftsmodell tüfteln: exklusive Privatheit an zentralen Lagen für zehn Rappen pro Minute. (kaf)  Soweit das Salzkorn.

Wenn beim Halbalog klar ist, dass nicht interessiert, was da mitgeteilt wird – so ist das im Dialog oft nicht anders… Die meisten Menschen ziehen das Reden dem Zuhören nämlich eindeutig vor. Was das Gegenüber mitteilt, wird oft nicht wirklich registriert. Man wartet nur auf ein Stichwort, an das man anknüpfen kann. Oder man sammelt, mit halbem Ohr hinhörend, Gegenargumente, die man anbringen kann, sobald der Gesprächspartner das nächste Mal nach Luft schnappt. Mit anderen Worten: wir denken anstatt wirklich zuzuhören.

Zuhören ist eine Kunst. Hören kann (fast) jeder. Zuhören verlangt von einem, dass man mit dem Sprechenden ganz verbunden ist, das Gegenüber ganzheitlich erfasst, seine Gefühle und Empfindungen. Wir als Zuhörende können diese in unserem Körper spüren, wenn wir ganz präsent sind. Wenn wir dann antworten – und das geschieht vielleicht nach einer kleinen Pause – so antworten wir aus unserer Ganzheit heraus. Und nicht, weil wir Recht haben oder witziger sein wollen oder intelligenter, informierter oder was auch immer erscheinen möchten.
Zuhören ist eine Kunst. Sie verlangt von uns, dass wir achtsam sind, bewusst und die Fähigkeit haben, uns auf ein Gegenüber voll einzulassen.
Gute Gespräche erfordern Pausen. Sofortige Reaktionen erfolgen aufgrund von alten Mustern, sind automatisch und immergleich. Haben Sie auch schon erlebt, dass Bekannte auf ein bestimmtes Stichwort hin immer dasselbe sagen, oft mit denselben Worten?

Im Monolog hören wir uns selbst zu, wenn wir aufmerksam sind. Und das sollten wir, denn ob wir Worte hören oder denken, macht für unser Hirn keinen Unterschied; es reagiert in beiden Fällen gleich. Es ist für unseren inneren Zustand und das körperliche Wohlbefinden von grosser Wichtigkeit, dass wir von uns selbst freundliche Dinge hören.

Hier finden Sie die Literaturliste zu meinem Vortrag über Kommunikation

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Dienstag, 15. Mai 2018

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Kommunikation mit dem Unbewussten

Das Bild ist ein Traumbild; es stammt aus dem Buch Vom Bilderreich der Seele von Jolande Jacobi.
Jacobi war Dozentin am Jungistitut für Analytische Psychologie. Jung selbst hat über Bilder aus dem Unbewussten gesagt: Aus seelischem Material wird also gewissermassen eine andere Wirklichkeit geschaffen, eine Verstofflichung , die unser Wahrnehmungsvermögen direkt, unter Umgehung unseres intellektuellen Verstandes anspricht. (S. 34)
Die rechte Seite im Bild wird allgemein als die bewusste Seite bezeichnet. Vor einem himmelsgleichen Hintergrund steht eine helle geistbetonte madonnenartige Frau. Sie steht nicht auf festem Boden, sie schwebt in der Luft. Links, auf der unbewussten Seite, steht vor rotem Hintergrund ein schwarzes, wolfsähnliches Tier mit scharfen Zähnen, das auf sie zukommt. Erschreckt versucht sich die Frau dagegen zu wehren, indem sie mit einer Hand den Angriff abwehrt. Die drei Geifertropfen sind ein Zeichen für Emotionalität und Gier, die als treibende Kraft wirken. Das Tier steht auf einem schwarzen Block, sein Standpunkt ist hart.
Linke und rechte Seite des Bildes zeigen Anteile des Malers auf: Jacobi spricht von kalter Moral (bewusst) und heisser Sinnlichkeit (abgewehrt und ins Unbewusste verbannt). Inhalt und Farben weisen auf eine tiefe Spaltung in der Seele des jungen Mannes hin, der das Bild gemalt hat, der sich ganz mit der ‚fleckenlosen und moralisch reinen‘ Mutter identifiziert und seine sinnliche Seite völlig abwehrt. Jacobi sieht in der grünen Pflanze, die auf der Grenze zwischen Rot und Blau steht, Hoffnung für den Mann, diese Spaltung zu überwinden, vor allem, da die Zahl der Blütenblätter an ein glücksbringendes vierblättriges Kleeblatt erinnert. Auch der weisse Fleck in der Mitte lasse Hoffnung zu.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass Bilder helfen können, gewisse Situationen, die einem verworren erscheinen, zu klären. Vor Jahren, als ich fast täglich malte, kam einer Tages etwas aufs Papier, was ich als ‚Brief‘ betitelte. Ich malte oft Serien und so malte ich einen zweiten und dritten ‚Brief‘ und immer so fort, zu Beginn gar nicht wissend, an wen sie denn gerichtet waren. Mit der Zeit wurde mir dann aber klar, wer der Adressat war und ich ’schrieb‘ weiter, ohne zu analysieren und zu wissen, was genau ich da ’schrieb‘. Mit der ganzen Serie von vielleicht zwanzig oder mehr Blättern ging ich dann in die Analyse. Ich legte die Blätter aus und zusammen mit der Analytikerin betrachtete ich, was ich bildlich über die fragliche Beziehung ausgedrückt hatte und was ich in jenem Moment so nicht hätte in Wort fassen können.

Über Farben und Bilder – es können auch Kritzeleien sein und durchaus keine Kunstwerke – kann das Unbewusste mit dem Bewussten Teil in uns kommunizieren. Innere Kommunikation. Erst wenn die innere Kommunikation klar ist, wird es auch jene mit der äusseren Welt sein. Innere Konfusion lässt niemals eine klare Kommunikation im Aussen zu.

Mehr zum Thema am Dienstagabend, 15. Mai in meinem Vortrag ‚Nicht kommunizieren, das geht gar nicht‘
19.30 Uhr im Foyer des Gymnasiums Appenzell

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Donnerstag, 10. Mai 2018

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Vortrag 15. Mai, 19.30 Uhr, Foyer Gymnasium Appenzell

Vor einigen Tagen bin ich durch Zu-fall auf Youtube auf den Film Der Pfad des friedvollen Kriegers gestossen. Vor vielen Jahren hatte ich das gleichnamige Buch von Dan Millman gelesen. An die Geschichte konnte ich mich nur noch vage erinnern, aber dass das Buch damals Eindruck gemacht hatte, schon. Dan Millman, ein junger und sehr talentierter Sportstudent, ‚Herr der Ringe‘, trifft nachts auf einer Tankstelle einen älteren Mann, dessen Verhalten ihn irritiert, dann höchst erstaunt und ihn schliesslich so neugierig werden lässt, dass er mehr über und von ihm wissen möchte.

Gleichzeitig ist Millman aber auch misstrauisch und höchst arrogant. Bis jetzt ist ihm alles zugeflogen, er ist beliebt, hat Erfolg bei den Mädchen und gute Noten – und das Gefühl, dass er ziemlich alles weiss, was es zu wissen gibt. Er redet viel. Der Alte bleibt unbeeindruckt. Er könne ihn fragen, was er wolle, sagt Millman, er sei ein guter Student… Der Alte schaut ihn lange an und fragt ihn dann: Bist du glücklich? Die Frage verwirrt Millman und er zählt auf, was er alles besitzt und kann. Was wiederum nicht beeindruckt. Socrates, so nennt Millman den Alten schliesslich, sagt, es gehe nicht ums Haben oder Tun, es gehe im Leben viel eher ums Sein.
Das versteht der Junge lange nicht. Ein schwerer Motorradunfall bringt ihn der Lösung etwas näher, aber er muss noch einige weitere Hürden nehmen, bis er zu sich kommt. Socrates sagt einmal: Akzeptiere, dass du niemals kontrollieren kannst, was dir passiert.

Die erste Aufgabe, die Millman lösen muss: den Müll rausbringen. Er versteht das wörtlich und weigert sich, die Arbeit zu tun. Aber Socrates tippt auf Millmans Stirne und sagt: ich meine den Müll hier. Den Gedankenmüll.

Es läuft nonstop ein innerer Dialog. Nicht nur bei Millman, bei uns allen. Wir kommunizieren dauernd mit uns selbst, oft völlig unbemerkt, weil unsere Aufmerksamkeit an einem anderen Ort ist. Nun ist dieser innere Dialog für unser Wohlbefinden, unsere Entscheidungen und Handlungen äusserst wichtig. So, wie wir mit uns selbst reden, so kommunizieren wir mit der Aussenwelt. Wir sind nämlich dauernd auf Sendung. Und wenn wir diesen inneren Dialog auch stumm führen, wirkt er doch weit über uns hinaus. Unsere Ausstrahlung, unsere Gefühle, die Stimmung, die Körperhaltung und Mimik unser Verhalten – all das wird beeinflusst von unserem lautlosen Selbstgespräch, das in vielen, wenn nicht sogar in den meisten Fällen, nicht sehr konstruktiv ist.
Kommunikation geschieht auf sehr vielen Kanälen.
Im Vortrag vom 15. Mai zeige ich einige davon auf.
19.30 Uhr in Foyer des Gymnasiums Appenzell.

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Montag, 30. April 2018

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Kommunikation

Wenn ich jeweils einen neuen Vortrag vorbereite – wie jetzt jenen über Kommunikation – so kommt es vor, dass ich Bücher wieder aus dem Regal nehme, die ich lange nicht mehr in der Hand gehabt habe. Da ich das Thema Kommunikation sehr weit fasse, komme ich ‚auf allerhand Abwege‘. So erinnerte ich mich an ein Buch, das ich während des Studiums gelesen hatte und das mich damals sehr beeindruckte (deshalb stand es auch noch im Gestell, was viele andere Bücher nicht geschafft haben). Der Titel: Der Stadt-Schamane. Ein Handbuch zur Transformation durch HUNA, dem Urwissen der hawaiianischen Schamanen. Der Autor: Serge Kahili King. Doktor der Psychologie und hawaiianischer Schamane, in die Lehrer gegangen zu seinem Vater und nach dessen Tod bei einem Mann, der ihn nach Sitte des Landes adoptiert hatte.
An das Buch erinnerte ich mich, weil Kahili King schreibt, dass man mit allem kommunizieren könne, mit Tieren und Pflanzen und Steinen und auch mit Maschinen. Dass zum Beispiel sein eigener Computer davon überzeugt sei, dass er selbst es gewesen sei, der den Auftrag zu seinem Zusammenbau erteilt habe… Ich hatte damals, als ich das Buch zum ersten Mal las, auch meinen ersten Computer im Zimmer stehen. Ein grosser Mac, der mir das Scheiben der Lizarbeit (wie das damals noch hiess) sehr erleichterte. Wenn es ihm ‚drum war‘. Es gab nämlich auch Tage, da mochte er nicht so recht und wollte partout Dinge, die am Vortag problemlos gelaufen waren, nicht wieder tun. Ich wurde manchmal saumässig hässig und hätte ihn ein paar Mal fast zum Fenster hinaus geworfen. Natürlich hatte ich den Verdacht, dass es (auch) an mir lag, dass die Dinge nicht so liefen, wie ich es wollte.
Auf alle Fälle rede ich seither mit gewissen Maschinen: mit meinem Auto und mit der Waschmaschine. Da bedanke ich mich jedes Mal, wenn sie mir gute Dienste geleistet haben.

Vor einer Woche besuchte ich in Zürich ein Tagesseminar von Christina von Dreien. Sie erinnern sich vielleicht, ich habe hier das Buch ihrer Mutter Christina. Zwillinge als Licht geboren besprochen. Christina erlebt das Multiversum, das heisst, sie nimmt viel mehr Dimensionen wahr, als wir Normalsterblichen, nämlich deren zwölf. Und sie sagt – genau wie Serge Kahili King – dass man mit allem kommunizieren könne. Was sie auch tut. Und eben auch mit Maschinen. Dass diese, wie alles auf der Welt, ein Bewusstsein haben und deshalb kommunikationsfähig sind. Das werde ich ganz am Schluss meines Vortrages auch erwähnen. Es ist wichtig, dass wir uns öffnen für die Tatsache, dass alles bewusst ist und dass wir mit allem verbunden sind. Dass es also eine Rolle spielt, mit welcher Haltung, laut gesprochenen Worten und sogar Gedanken wir durch die Welt laufen. Denn Tiere, Pflanzen und Maschinen kommunizieren auch telepathisch, die sind nicht auf das gesprochene Wort angewiesen. Wie auch manche Menschen nicht.

Den Vortrag Nicht kommunizieren, das geht gar nicht (frei nach Watzlawicks ‚Man kann nicht nicht kommunizieren‘) halte ich am Dienstag, 15. Mai um 19.30 Uhr im Foyer des Gymnasiums Appenzell.

Samstag, 10. Februar 2018

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Literatur zum Vortrag vom 18. Januar in Gais
Kirchgemeindehaus, 20.00 Uhr
'Wahrnehmung ist nicht Wahrheit'

Die Geschichte der vier Blinden, die einen Ausflug in den Zoo machten:
Sie wurden von ihren Begleitern zu einem Elefanten geführt, den sie auch berühren durften. Der eine bekam den Rüssel zu fassen und sagte, das Tier sei schlauchähnlich. Der zweite befühlte ein Bein und sagte, das Tier sei wie eine Säule. Der nächste betastete den Bauch und meinte, das Tier sei flach wie eine Wand, und der vierte, der den Schwanz des Elefanten in der Hand hielt, fügte hinzu, das Tier ähnle einem Besen.

Wir gestalten unsere Welt je nachdem, worauf wir unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus, richten.
Ein Beispiel, das ich kürzlich selbst erlebt habe: während einer Meditation spielte ich eine bestimmte Musik ab. Danach meldete sich jemand und sagte, die Musik habe ihr gefallen. Eine zweite Person antwortete darauf, ihr aber gar nicht, sie habe sich gestört gefühlt. Und die dritte sagte: ‚Was! War da Musik?!‘

Es gibt neben der Aufmerksamkeit viele andere Faktoren, die die Wahrnehmung und damit das Erleben unserer Welt ebenfalls beeinflussen. Wahrnehmung ist völlig subjektiv; es gibt keine zwei gleichen Welten.
Unsere Erfahrung beeinflusst die Wahrnehmung beeinflusst die Erfahrung beeinflusst die Wahrnehmung beeinflusst die Erfahrung…. Bis wir den Zirkel unterbrechen. Unter anderem können wir die ‚Serene Mind‘ Meditation machen, wenn wir spüren, dass unsere Wahrnehmung uns negativ beeinflusst.
Sie finden die Beschreibung der 3-minütigen Meditation zum Ausdrucken im Beitrag vom 19. Dezember.

Hier finden Sie die Literaturliste zum Vortrag.

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Mittwoch, 17. Januar 2018

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Vom Gedankenkarussell zur inneren Freude
Vortrag

Wir denken durchschnittlich 60‘000 Gedanken pro Tag, über 70 Prozent davon sind negativ und ungefähr 95 Prozent unbewusst. Und sie alle haben eine Wirkung.

Das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich und braucht viel von unserer Lebensenergie, die der Freude nicht zur Verfügung steht.

Im Vortrag erfahren Sie, wie dieses Karussell entsteht, wie es auf Körper und Geist und somit auf Ihr ganzes Leben wirkt – und wie Sie aussteigen können, wenn Sie das möchten.

Freude ist gesund, lebensverlängernd und macht intelligent. Kleine Kinder sind voller Freude. Irgendwann kommt sie aber fast allen von uns abhanden. Holen wir sie wieder zurück!
Hier finden Sie die Literaturliste zum Vortrag

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Donnerstag, 02. November 2017

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Vortrag - KÖRPERliches

Zum zweiten Mal werde ich den Vortrag ‚KÖRPERliches‘ am Donnerstag, 16. November halten.

Im Foyer des Gymnasiums Appenzell
19. 30 Uhr

‚Die Menschen reisen umher und bewundern die hohen Berge, die riesigen Wellen der Meere, die ausgedehnten Flüsse, die immensen Ausmasse der Ozeane, die Kreisbewegungen der Sterne, doch an sich ziehen sie völlig ungerührt vorüber.‘
Was der Heilige Augustinus damals sagte, gilt wohl heute noch immer. Vielleicht sogar in grösserem Masse. Wir haben noch viel mehr Gelegenheiten, uns abzulenken als die Alten. Und wenn wir nicht tatsächlich reisen, so tun wie dies in unseren Gedanken. Wir sind meistens anderswo, in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Oder in einem Film. Oder in den social medias. Nur nicht bei uns. Gedanken, Bilder und Gefühle haben eine unmittelbare Wirkung auf unseren Körper. Er ist das Resultat aller unserer Erfahrungen, ob im Aussen oder im Innen. Und er kann nicht lügen.

Im Vortrag werden u. a. folgende Themen angesprochen:
Der Körper im Laufe der Zeit
Der Körper als Projekt
Der Körper – unser Erfahrungsgedächtnis – kann nicht lügen
Der Körper, ein Energiefeld. Materieanteil: 0,000001 %
Der Körper – ein Resonanzkörper

Ich freue mich sehr auf diesen Abend und auf ein reges Interesse!

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Dienstag, 31. Oktober 2017

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Literatur - 'KÖRPERliches'

Hier finden Sie die Literaturliste zu meinem Vortrag ‚KÖRPERliches‘.

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Mittwoch, 23. August 2017

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Unser Körper - ein Resonanzkörper
Vortrag am 23. August 2017

Unser Körper ist ein Resonanzkörper. Das Resonanzsystem besteht im Gehirn aus einem Netz von Nerven, den sogenannten Spiegelneuronen. Wir alle kommen mit dieser Anlage auf die Welt. Sie muss aber während den ersten Lebensjahren aktiviert werden, sonst verkümmert sie und die Fähigkeit, mit anderen in Resonanz zu gehen, ist stark vermindert.
Um den ganzen Ansturm von Erfahrungen und Erlebnissen, mit denen wir ständig konfrontiert werden, sinnvoll interpretieren zu können, müssen wir uns anscheinend vorstellen, dass wir selbst die Handelnden sind. Was andere tun, verstehen wir, indem wir den gesamten Ablauf aus unserer persönlichen Sicht simulieren, als ob wir diejenigen wären, die es tun (Lynne McTaggart, The Bond – Die Wissenschaft der Verbundenheit, S. 121).
Wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind, verschmelzen wir sozusagen mit ihnen, weil unsere Spiegelneuronen uns erfahren lassen, was der andere erfährt, auch seine Gefühle. Man nimmt an, dass hier die Fähigkeit des Mitgefühls ihre Wurzel hat. Wir sind in Resonanz. Das sind wir auch, wenn wir uns einen Film anschauen. Wenn wir z. B. beobachten, wie jemandem im Film eine Ohrfeige verpasst wird, so reagiert unser Nervensystem, als ob wir geohrfeigt worden wären… Aus diesem Grund ist es durchaus nicht gleichgültig, was für Filme wir uns zu Gemüte führen. Womit oder mit wem wir verschmelzen wollen.
Eine Gruppe israelischer Wissenschaftler konnte die korrekte Abfolge von Gewaltszenen in einem blutigen Actionfilm rekonstruieren, indem sie einfach die Aufzeichnungen der Hirnaktivitäten einer Gruppe von Zuschauern untersuchte (S. 127).
Der Satz: ‚Es ist ja nur ein Film‘ ist unwahr. Das, was ich sehe, wird zu meiner Realität. Und formt mein Gehirn. Hat Einfluss auf meine Gefühle und damit auf meine Hormone und den ganzen Körper. Wir haben die Freiheit auszuwählen, was wir uns ansehen wollen, mit wem wir unterwegs sein wollen. Wir tragen die Verantwortung dafür und für unseren Körper.

Weiteres zum Thema KÖRPERliches in meinem Vortrag
23. August 2017, 19.30 Uhr
im Foyer des Gymnasiums Appenzell

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Dienstag, 08. August 2017

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Literatur zum Vortrag 'Die Sprache der Gefühle'

Gefühle und Emotionen versetzen den Körper in eine jeweils ganz bestimmte Schwingung. Es gibt Schwingungen, die für den Körper förderlich sind und andere, die ihm – mindestens auf längere Zeit – schaden. Sie sind verbunden mit Stresshormonen, die das Immunsystem und das Herz-Kreislaufsystem schwächen.

Die folgende Übung hilft, den Stress zu lindern, den Körper zu beruhigen, ’sodass er süsse Musik spielen kann‘.
Langsam durch die Nase einatmen und langsam durch den Mund wieder ausatmen.
Die linke Hand auf das Herz legen und den Herzschlag beobachten.
Die rechte Hand unterhalb des Nabels auf den Bauch legen und den Pulsschlag erspüren. (Diese Region – das zweite Chakra – ist verbunden mit den Nebennieren, die Stresshormone ausschütten.)
Stellen Sie sich vor, dass das Herz den Nebennieren das Tempo vorgibt, die Leitung übernimmt. Das hilft Ihrem Körper, sich zu beruhigen und entspannen.

Wir tragen in jedem Fall die Verantwortung für unsere Gefühlslage.
‚Das Leben ist das, was du daraus machst: ein Schlachtfeld oder ein Spielplatz.‘ Sri Bhagavan

Hier finden Sie die Literatur, die ich für den Vortrag von gestern verwendet habe:

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Montag, 15. Mai 2017

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Literatur zu 'Wahrnehmung ist nicht gleich Wahrheit'

Heute Nachmittag war ich eingeladen, meinen Vortrag zum Thema ‚Wahrnehmung ist nicht gleich Wahrheit‘ anlässlich des Frauentages der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell im Mesmerhaus zu halten. Danke Euch allen, dass Ihr gekommen seid und danke für Eure Aufmerksamkeit und Euer Interesse!
Wie versprochen: die Literaturliste zum Thema.

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Dienstag, 14. März 2017

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Die Sprache der Gefühle

Bei der Vorbereitung zu meinem Vortrag ‚Die Sprache der Gefühle‘ bin ich in OM C. Parkins Buch ‚Angst  Die Flucht aus der Wirklichkeit‘ wieder auf Watzlawicks berühmte ‚Geschichte mit dem Hammer‘ gestossen.
Darin wird auf humorvolle Weise beschrieben, wie ein Mann seine eigene Wut und Feindseligkeit, die er selbst nicht spüren kann oder will, nach aussen projiziert.

‚Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschliesst er, hinüber zu gehen und ihn auszuborgen. Doch da kommen ihm Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüsste er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgetäuscht und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich auch noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloss weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er ‚Guten Tag‘ sagen kann, schreit ihn der Mann an: ‚Behalten Sie ihren Hammer für sich, Sie Rüpel!‘  

Sehen wir da in einen Spiegel? Wie oft erwischen wir uns dabei, dass wir im Kopf mit jemandem sprechen, schimpfen, argumentieren – und dabei in Wut geraten, ärgerlich werden? Kopfkino. Oft negativ. Und manchmal in einer Endlosschlaufe. Begegnen wir in diesem Moment jemandem, kann es  sein, dass dieser einen Teil von unserer Negativität abbekommt. Dass wir ungeduldig sind, bauzen, schnauzen. Und der andere nicht versteht, was mit uns los ist.

Das Umgekehrte kann natürlich auch geschehen: es geht uns gut, wir sind verliebt (in einen Menschen oder ins Leben), wir strahlen und sehen die Welt in den buntesten Farben. Glücklich derjenige, der uns jetzt begegnet. Auch er oder sie wird etwas von unserer Freude abbekommen.

Und in beiden Fällen sind wir für das, was uns entgegenkommt, verantwortlich. Wir haben es nach aussen projiziert. Wir machen den Film. Von A bis Z.

Hier finden Sie den Flyer zu meinem Vortrag ‚Die Sprache der Gefühle‘ vom 19. Januar 2017

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Sonntag, 30. Oktober 2016

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Vortrag: Wahrnehmung ist nicht gleich Wahrheit
Donnerstag, 3. März und Dienstag, 7. Juni, 19 30 Uhr

Unsere Wahrnehmung ist beeinflusst durch die vielen unbewussten Programme, die wir seit unserer frühesten Kindheit gespeichert haben. Alles, was und begegnet, wird nun durch diese persönliche Brille gesehen und gehört und als wahr akzeptiert.
Während des Vortrags erkennen wir, dass das, was wir als Wahrheit empfinden, nicht DIE Wahrheit ist, dass wir alle unsere eigene Wahrheit haben.

Es gibt keine Fakten – es gibt nur unsere Wahrnehmung davon. Tolstoi

 

Donnerstag, 3. März und Dienstag, 7. Juni, 19 30 Uhr
Im Foyer des Gymnasiums Appenzell
Eintritt: 20 Franken; Schülerinnen frei

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Samstag, 30. Januar 2016

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Vortrag: Leben IST Beziehung
Literaturliste

Ein Buch, das ich gerade entdeckt und erst angelesen habe, das mir aber sehr interessant erscheint:
Vivian Dittmar. beziehungsweise. Beziehung kann man lernen. edition est.

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Freitag, 20. November 2015

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Monica Dörig
FREUDE IST DÜNGER FÜRS GEHIRN
Zeitungsartikel

Das Interesse an Brigitta Wyss‘ Vortrag «Vom Gedankenkarussell zur inneren Freude» stiess auch bei der zweiten Durchführung auf grosses Interesse. Gegen70 Personen hörten den Ausführungen der Psychologin zu, die ein Problem beleuchteten, das fast alle Erwachsenen kennen: Die selben Gedanken drehen sich unaufhörlich im Kopf.

60 000 Gedanken flitzen täglich durch unser Gehirn, 95 Prozent davon sind unbewusst: Es denkt einfach, unser Körper funktioniert von selbst, wir machen Vieles automatisch. Von den Tausenden von Gedanken sind fast drei Viertel negativ. Negative Emotionen fressen Lebensenergie.

Dünger fürs Gehirn und unsere Seele sind hingegen Freude und Dankbarkeit. Freude macht intelligent, haben wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen. Wenn wir uns freuen, können wir Neues viel besser lernen. «Lachen ist also wirklich sehr gesund», bestätigte Brigitta Wyss.

Sie hielt ihren Vortrag «Vom Gedankenkarussell zur inneren Freude» am Dienstagabend im Foyer des Gymnasiums in Appenzell aufgrund der grossen Nachfrage bereits zum zweiten Mal – wieder vor einer grossen Zuhörerschar. Die Psychologin, die viele Jahr am Gymnasium St. Antonius gearbeitet hat und nun in ihrer Praxis «Zielräume» in Appenzell Ratsuchende in Lebensfragen berät, gab am Schluss Interessierten ein Blatt mit auf den Weg mit Anregungen für Übungen, die zu mehr innerer Freude führen können.

Schon ein inneres Lächeln kann viel bewirken, denn die Gedankenwolke, die uns umgibt, strahlt nach aussen und löst Reaktionen aus. Vor allem helfen wundern und staunen, etwas Neues lernen und schauen ohne Bewertung. Was so einfach klingt, ist für Erwachsene harte Arbeit. Denn wir haben die unverstellte kindliche Sicht auf die Welt verloren.

 

Platz für innere Freude

Die Referentin warnte zu Beginn, dass manche ihrer Thesen bei manchen Zuhörenden auf Widerstand stossen, wenn eigene Überzeugungen tangiert werden.

Schön sei es, wenn man festgefahrene Meinungen loslassen, den Rahmen des eigenen Weltbilds vergrössern könne. Dann sei Raum da, um mehr zu erfahren als das Altbekannte und Immergleiche. Dann ist Platz für innere Freude.

Dass es dafür den Willen, die bewusste Anstrengung braucht, machten die Informationen klar, mit denen der Vortrag unterfüttert war: Basiswissen aus der Entwicklungspsychologie und der Neurologie etwa: Brigitta Wyss zeigte anhand von Lichtbildern wie Nervenstränge vernetzt sind und wie sich immer gleiche negative Gedanken in sie eingraben wie ein Fluss in die Landschaft. Es entsteht eine «neuronale Autobahn», das heisst die Gedanken nehmen immer den selben Weg. «Ich kann das nicht. Ich bin dumm. Ich bin schuld…» Solche Denkmuster und Erinnerungen an schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit prägen unser Verhalten und verstellen den Weg zum inneren Frieden und zur inneren Freude.

Brigitta Wyss und etliche Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass die zwei, drei grundlegende Probleme, die jeder Mensch hat, in der frühen Kindheit wurzeln. Unglücklicherweise wachsen daraus eine Vielzahl anderer Probleme.

 

Wir sind Viele

Die Rednerin bot einen Blick auf Erkenntnisse im Bereich der Epigenetik, der Neurowissenschaft und auch von spirituellen Autoren, die sich mit der Macht der Gedanken befassen. Sie streute leichte Übungen ein, die nachvollziehbar machten, wie Erinnerungen und Stimmungen auf unseren Körper wirken.

Sie brachte den Zuhörenden nahe, sich immer wieder des eigenen Körpers bewusst zu werden. Nur wenn wir ganz in der Gegenwart sind, können wir neue Erfahrungen machen, das Gedankenkarussell anhalten und innere Freude erleben. Sie machte einen Exkurs zu psychologischem Grundwissen, erklärte zum Beispiel wie Projektionen wirken. Sie erklärte, dass sich in jedem Menschen im Lauf des Lebens aufgrund von einschneidenden Erfahrungen – vor allem in der Kindheit

– viele Teilpersönlichkeiten bilden. Unser Programm ist im Alter von sechs Jahren schon ziemlich festgeschrieben. Wir alle tragen eine individuell gefärbte Brille, durch die wir die Welt sehen.

Gelingt es uns, mit dem Herzen zu «sehen », können wir klarer sehen. Unser Leben wird dadurch langsamer, wir werden aufmerksamer; unsere Welt wird bunter und wir können den Weg zum inneren Frieden finden.

Weil wir alle in Beziehung zu anderen und der Umwelt stehen, gibt es weitere Herausforderungen zu meistern. Diesem Thema widmet sich Brigitta Wyss in ihrem nächsten Vortrag, am 26. August.

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Sonntag, 19. Juli 2015

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