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Hirnlos den kürzesten Weg finden

Hirnlos den kürzesten Weg finden: das trifft nicht auf uns, sondern auf einen Schleimpilz zu. Ganz begeistert lese ich das Buch von Merlin Sheldrake ‹Verwobenes Leben – Wie Pilze unsere Welt formen und unsere Zukunft beeinflussen›. Und dort wird beschrieben, wie der Schleimpilz es in kurzer Zeit schafft, den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten zu finden. Experimentell nachgewiesen.

Japanische Wissenschaftler setzten Schleimpilze in Petrischalen, in denen sie den Ballungsraum von Tokio nachgebildet hatten. Haferflocken anstatt grössere Verkehrsknotenpunkte, helle Lichter (die die Schleimpilze nicht mögen) anstelle von Bergen und grösseren Hindernissen. Nach einem Tag hatte der Schleimpilz die kürzeste Route zwischen den Haferflocken gefunden und sich zu einem Netzwerk entwickelt, das fast genau dem tatsächlichen Eisenbahnnetz von Tokio glich!

Auf ähnliche Weise bildeten Schleimpilze das Autobahnnetz der USA nach und das Netz der römischen Strassen in Europa.

Ein einfallreicher Wissenschaftler mit schlechtem Orientierungssinn liess den Schleimpilz den direkten Weg zur Kasse durch das Labyrinth seiner Ikea-Filiale finden, den er selbst trotz Hinweisschilder ohne Hilfe der Angestellten nicht fand.

Und wie machen wir’s? Neuerdings nicht mehr mithilfe einer Karte, die wir zu Hause studieren, und uns so den Weg einprägen.
Die Sterne am Nachthimmel sind uns schon lange keine Wegweiser mehr – nicht nur weil die Lichtverschmutzung sie oft unsichtbar macht.
Wir haben auch fast vergessen, dass wir Passanten unterwegs nach der Richtung fragen könnten.
Wir lassen uns von einer Stimme (wie können wählen, welche uns am sympathischsten ist) aus einem kleinen Kästchen leiten. Laufen und fahren quasi blind durch die Gegend.
Doch auch hirnlos?

Unsere Welt ist so schön! Halten wir die Augen offen. Gehen wir achtsam. Beachten wir, was am Wegrand blüht und wie die Vögel singen.
Sollten unsere Wege eher grau und zubetoniert sein, so schauen wir in die Gesichter der Menschen, die uns begegnen und schenken ihnen ein Lächeln.

Mit Hirn und Herz unterwegs…

Freitag, 14. Januar 2022

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Jahreswechsel: Vorsatz und Nachspiel

Gehören Sie zu jenen, die mit dem Neujahr, wenn nicht alles, so doch vieles anders, vor allem besser oder schneller machen wollen, oder weniger davon, gesünder, gar nicht mehr… Sie fassen Vorsätze.

Oder wissen Sie aus Erfahrung, dass es doch nicht funktioniert?

Schlimmer: weil es nicht funktioniert, haben Sie ein schlechtes Gewissen. Oder Sie denken von sich, Sie seien eine Versagerin, brächten doch nichts auf die Reihe, es habe ja doch keinen Wert.

Das wäre dann das Nachspiel. Die guten Vorsätze sind über Bord, Sie haben aufgegeben, oder das, was Sie ändern wollten, ging klammheimlich vergessen. Dies ist vermutlich die gesündere Variante. Die Selbstverurteilung bleibt Ihnen erspart.

Sollten sie aber im Ärger über sich oder in der Enttäuschung feststecken – nicht nur, weil Sie ihre Vorsätze nicht einhalten konnten, das gilt für alle Fälle – so könnten Sie mithilfe einer kleinen Übung wieder in einen guten inneren Zustand zurückfinden.
Dies hilft bei allen negativen Emotionen, zu denen Langeweile, Irritation, Frustration, Trauer, Zorn, Wut und Hass gehören.

Alle diese inneren Zustände sind unserem Körper abträglich. Wenn sie häufig oder lange andauernd sind, können sie Organe oder Körperprozesse schädigen. Der Körper ist im Stress- und Kampf- oder Fluchtmodus und produziert Hormone, die nicht für eine längere Dauer vorgesehen sind, die den Körper mit der Zeit vergiften.

Die Übung lohn sich auf alle Fälle. Sie finden Sie als Pdf im Anhang. Sie stammt von Preethaji, einer indischen spirituellen Lehrerin und Mystikerin, die eng mit Neurowissenschaftlern zusammenarbeitet, die die Wirkung ihrer Übungen auf das Gehirn experimentell untersuchen.

Eine gute Möglichkeit, für immer längere Zeit in einem guten inneren Zustand zu sein oder viel leichter wieder dorthin zu gelangen sind die monatlichen Create-Kurse. Der nächste findet am Sonntag, 16. Januar statt. Sie sehen unten die genaue Zeitangabe und die Anmeldemöglichkeit.

 

↓ Beitrag als PDF zum Ausdrucken
Donnerstag, 06. Januar 2022

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Die Süssse des Lebens 2

Vor ungefähr dreissig Jahren – ich war noch im Studium in Fribourg – nahm ich während eines Wochenendes an einem Selbstverteidigungskurs für Frauen teil, organisiert vom Frauenhaus, wo ich als ‹Nachtfrau› Dienst tat.
So ein Kurs war eigentlich überhaupt nicht mein Ding, das Einzige, was mich interessierte, war die Übung gleich zu Beginn. Wir sassen im Kreis am Boden, die Leiterinnen hatten ein paar Backsteine und einen Stapel Bretter vor sich und erklärten, dass wir jetzt der Reihe nach eines der Bretter – sie waren bestimmt drei Zentimeter dick – mit der Hand durchschlagen sollten. Das machte Eindruck und die Vorstellung, es könnte schmerzen, war schon im Kopf.
Das Brett wurde über die Backsteine gelegt, so dass es wie eine kleine Brücke aussah.
Die Frage wurde nun gestellt, wie wir vorgehen wollten?
Na ja, draufhauen…
Wie genau?
Mit der Faust oder der Handkante…
Ob wir das Gefühl hätten, erfolgreich zu sein?
Keine Ahnung. Die Hoffnung war schon da…
Dann schliesslich die Instruktion, dass es auf den Fokus ankomme. Der sei ausschlaggebend. Und zwar dürfe der auf keinen Fall auf dem Brett liegen, sonst sei das Resultat lediglich eine schmerzende Hand. Der Fokus sei unter das Brett zu richten, in die Lücke zwischen Brett und Boden, also aufs Ziel, dorthin sollte die Hand ja gelangen.
Kurze Konzentrationsübung – und los ging’s.
Ich war beim ersten Schlag erfolgreich und höchst erstaunt, dass überhaupt kein Schmerz entstanden war. Das Brett hätte auch Butter sein können.
Am liebsten wäre ich danach wieder nach Hause gegangen. Was ich erfahren wollte, hatte ich erfahren.

Warum ich das erzähle?
Mit der Süsse des Lebens ist es genau gleich.
Fokussieren wir auf sie (und tun noch ein bisschen was in diese Richtung :)), so wird sie unsere Erfahrung.

Leider ist es nun so, dass unser Gehirn auf eine Art verdrahtet ist, dass es ‹lieber› negativ denkt, deshalb gibt es auch so viel Klatsch und Tratsch und viel Gejammer, sind die Nachrichten voll von negativen Meldungen, haben Krimis seit Jahren Hochkonjunktur und lassen sich viele von Horrorfilmen in Gruselstress versetzen.
Das alles bleibt nicht wirkungslos.
Die negativen Inhalte sinken ins Unbewusste und ebenfalls ins kollektive Unbewusste – beeinflussen also uns alle – unbewusst, wie schon gesagt.
Wundern wir uns noch, dass die Welt aussieht, wie sie aussieht?

Wenn wir aus diesem Sumpf auftauchen wollen, müssen wir uns bewusst werden, was wir über die Jahre eingespeichert haben. Was ans Licht geholt wird, verliert seine Wirkung.
Im Create-Kurs werden wir dazu angeleitet.

Die vielen Hundert Teilnehmenden erschaffen ein Feld, in dem es leichter fällt, an diese Inhalte zu kommen, als wenn man das allein tut. Man kann dazu bequem zu Hause sitzen bleiben und den Kurs online am PC machen. Und das funktioniert wunderbar. Ein Versuch lohnt sich bestimmt. Am 16. November besteht die nächste Möglichkeit.

Donnerstag, 11. November 2021

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