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Welches Ding wofür?!

Diese Schublade hat mich fasziniert.
Kürzlich war ich zu Besuch bei Freunden, die eben umgezogen waren. Die Küche war neu, und die Hausfrau zeigte mir deren Einrichtung. Die Schublade faszinierte mich, vielmehr natürlich deren Inhalt und die Ordnung.

Meine eigene Küche hat eine bescheidene Grösse und eine Schublade von diesem Ausmass liegt nicht drin. Deshalb auch nicht diese Vielfalt an ‹Werkzeugen›.

So.

Das war die Einführung. Worauf ich hinaus will: zum Kochen gibt’s eine grosse Auswahl an Utensilien, die uns dazu dienen, eine gute Mahlzeit zu kochen. Wenn es aber um unsere gute innere Verfassung, um unser inneres Befinden geht, dann ist die Auswahl an Hilfsmitteln, die uns dazu verhelfen, weniger gross.
In der grossen Schublade würde man vermutlich nur eines finden: Bewusstwerden. Sehen, was ist. Nur sehen, nicht auch kommentieren oder gar bewerten oder sogar verurteilen. Nur sehen. Das scheint simpel – und ist für unseren Verstand nur schwer machbar.

Deshalb gibt es zum Beispiel jeden Monat den Create-Kurs: online, drei Stunden, dreissig Franken. Der gibt uns immer wieder die Möglichkeit, bewusst zu werden. Uns zum Beispiel darüber bewusst zu werden, dass wir nicht dankbar sind. Wir glauben zwar, wir seien es, weil wir danke sagen oder schreiben.
Das ist rasch getan und gilt als höflich.
Wir haben das so gelernt.
Und wollen ja auch höflich sein.
Das Danke kommt aber aus dem Verstand.
Das hat mit Dankbarkeit nichts zu tun.
Dankbarkeit ist ein Seins-Zustand, nicht etwas, was man über Worte ausdrückt.

Wenn im Kurs die Erkenntnis einschlägt: ich bin nicht dankbar, ich habe das nur geglaubt, mein Verstand hat mir etwas vorgemacht… wenn wir das dann einfach sehen können, ohne uns dafür zu verurteilen (denn schliesslich war keine Absicht dahinter), so kann sich etwas verändern. Nicht WIR verändern etwas; es ist ein Geschehen. Und manchmal geschieht es auch nicht beim ersten Kurs, denn unser Verstand ist hartnäckig und will recht haben. Manchmal muss man so ganz tief verwurzelte Programme mehrmals beobachten.

Wenn wir uns fürs Kochen und Essen ’so ins Zeug legen› und einen grossen Aufwand betreiben – weshalb tun wir dies nicht auch für unser inneres Wohlbefinden, unsere Lebensfreude? Weshalb haben wir nicht jeden Monat drei Stunden Zeit dafür?
Was hindert uns daran?
Vielleicht, weil man es nicht vorführen kann wie eine neue Küche?
Oder vielleicht verdrängen wir unseren Schmerz auch einfach zu gut.
Es könnte sein, dass wir gar nicht wissen, dass es Möglichkeiten gibt, ein grösseres Wohlgefühl zu erschaffen.
Vielleicht haben wir auch die Idee, dass die anderen an unserem Unwohlsein Schuld sind und wir gar nichts dagegen tun können.
Die Verantwortung für unsere Lebensfreude zu übernehmen, erscheint uns eventuell zu anstrengend.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann haben Sie jetzt einen Wegweiser entdeckt.

Anmeldung zum Kurs vom 8. September: brigitta-wyss@bluewin.ch
Bitte bis zum 4. September.

Montag, 16. August 2021

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