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Peace Festival nächstes Wochenende -
und ein Meditationskurs

Am kommenden Wochenende, vom 17. bis 19. September 2021, findet das vierte Weltfriedensfestival statt. 20 Millionen Menschen meditieren für den Frieden. Jeweils von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
Seien Sie mit dabei. Helfen Sie mit, die Energie des Friedens zu installieren und Friedensbewusstsein zu schaffen.

Frieden beginnt in uns selbst. Schon die Alten wussten: Wische zuerst vor deiner eigenen Türe, bevor du bei den anderen hinschaust.
Frieden ist ein Seins-Zustand. Ein Zustand, in dem wir uns bewusst sind, was in unserem Inneren abläuft. Da findet ja ein ständiger Dialog statt: ‹Die Dialoge des Verstandes sind ein Orchester ohne Dirigent›, sagt Sri Bhagavan. Ein Orchester ohne Dirigent produziert eine Kakophonie…
Innerer Frieden ist ein Zustand, in dem wir einfach beobachten, was unser Verstand zu allem und jedem meint und es nicht verurteilen. So sind wir nicht identifiziert mit dem Inhalt und frei. Wir können uns dann auf unser Herz konzentrieren und darum bitten, dass es mit Leichtigkeit und Frieden gefüllt wird. Ein solches Herz kann mit anderen in Verbindung gehen. In diesem Seins-Zustand sind wir fähig, anderen wirklich zuzuhören – eine Voraussetzung für friedvolle Beziehungen.

Alle Informationen zum Weltfriedensfestival finden Sie hier:
www.weltfriedensfestival.org
www.ekam.org/ewpf

Wenn Sie auch übers Jahr regelmässig an Ihrem inneren Zustand ‹arbeiten› wollen, so machen Sie doch mit in der Meditationsgruppe, die sich am Montagabend um 19.30 Uhr online oder in den Zielräumen trifft. Die Montagsmeditation findet seit mehr als sieben Jahren statt. Voraussetzungen gibt es keine. Wichtig ist, dass Sie daran interessiert sind, Ihr Innenleben kennen zu lernen und immer öfter und immer länger in einem guten Zustand zu sein.
Es gibt nur zwei Zustände: einen guten Zustand und einen leidenden Zustand.
Und es ist unsere eigene Verantwortung, in welchem Zustand wir uns befinden. Auch wenn im Aussen nicht immer alles so läuft, wie wir er gerne hätten, heisst dies noch nicht, dass wir in einem leidenden Zustand verharren müssen.
Unsere Wahrnehmung erschafft unsere Realität. In einem guten Zustand sind wir offen für Neues, Alternativen, für Kreativität. In einem leidenden Zustand verschliessen wir uns für all dies und rühren immer in derselben Suppe. Meditation hilft, das Rühren in Altem, Schmerzhaftem, Frustrierendem zu überwinden und inneren Frieden zu schaffen.

Der nächste Meditations-Zyklus beginnt am 20. September. Sie sind herzlich eingeladen. Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Flyer weiter unten.

↓ Beitrag als PDF zum Ausdrucken
Sonntag, 12. September 2021

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Ein Leben voller Staunen

Zum dritten oder vierten Mal lese ich Anne Devillards Buch ‹Ein Leben voller Staunen›, ein Gespräch mit Hans-Peter Dürr, dem Kernphysiker und Menschenfreund.
Staunen ist eine Fähigkeit, die man nie verlernen sollte. Kinder haben sie ganz natürlich. Und irgendwann kommt sie den meisten leider abhanden. Was nicht heisst, dass es ein Leben lang so bleiben muss. Das Kind in einem lebt immer weiter und auch dessen Fähigkeiten.

Es ist Wunder, dass Hans-Peter Dürr das Staunen geblieben ist. Mit fünfzehn hat er nachts in der zerbombten Stadt verkohlte Leichen aus den Kellern getragen. Dann war er bei den Amerikanern in Einzelhaft, in einer kleinen Zelle ohne Fensterglas, bei minus zwanzig Grad, wo er glaubte, man lasse ihn verhungern. Und später an der Universität in Berkeley war er der böse Deutsche.

Im Folgenden zitiere ich aus dem Buch, das 2013 erschienen ist, Seite 58f. Besser als er kann ich es auch nicht sagen…

‹Wir in der industrialisierten, sogenannten entwickelten Welt leiden – trotz oder wegen des ganzen Überflusses und der Hektik unseres Alltags – unter einem Gefühl der Einsamkeit und grossen Frustration. Die tieferen Ursachen dafür sind den meisten von uns gar nicht bewusst! Die mangelnde Sinnhaftigkeit resultiert vordergründig aus einem falschen Gebrauch unserer Rationalität. Wir benutzen sie, um Wissen über die Welt zu sammeln und zu verarbeiten, um damit dann besser handeln zu können. Gelingt es uns einmal, einen kleinen Zipfel der ‹Wahrheit› zu erhaschen, dann meinen wir, in diesem Zipfel gleich die einzige grosse Wahrheit gefunden zu haben. Wir betrachten fortan das ganze Weltgeschehen nur unter dieser einen neuen Einsicht und zwängen alles mit Gewalt in dieses Korsett, was nicht so recht passen will. Hinter diesem Impuls steht der Wunsch, die Komplexität unserer Mitwelt auf etwas für uns Einfaches und damit Überschaubares zu reduzieren. Durch diese vereinfachte Vorstellung der Wirklichkeit gelingt es uns, die die Zukunft betreffende Unsicherheit, die wir ständig als existentielle Bedrohung empfinden, zu mildern. Wir bilden sogar Schritt für Schritt die Wirklichkeit nach und versuchen, sie zu verbessern, um jegliche Unsicherheit zu beseitigen.
Unsere Wissenschaft hat uns gelehrt, unsere Mitwelt zu unserem eigenen Nutzen zu manipulieren und Wissen als Machtinstrument zur Herrschaft über Mensch und Natur systematisch zu entwickeln. Die Ausschliesslichkeit unseres Denkens ‹Wenn das eine richtig ist, kann nicht das andere auch richtig sein, also muss es falsch sein› hat viel Streit und viele Kriege verursacht.›

Wer das Staunen verlernt hat, glaubt nur noch seinem Verstand und macht damit den Hammer zum alleinigen Werkzeug, mit welchem er sein Lebenshaus bauen will. Das kann ja nicht gut kommen.
Im Staunen öffnen wir uns fürs Grössere, nur so ist Kreativität möglich; ansonsten rühren wie immer in der gleichen Suppe. Und die ist bereits angebrannt.

Sonntag, 05. September 2021

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Welches Ding wofür?!

Diese Schublade hat mich fasziniert.
Kürzlich war ich zu Besuch bei Freunden, die eben umgezogen waren. Die Küche war neu, und die Hausfrau zeigte mir deren Einrichtung. Die Schublade faszinierte mich, vielmehr natürlich deren Inhalt und die Ordnung.

Meine eigene Küche hat eine bescheidene Grösse und eine Schublade von diesem Ausmass liegt nicht drin. Deshalb auch nicht diese Vielfalt an ‹Werkzeugen›.

So.

Das war die Einführung. Worauf ich hinaus will: zum Kochen gibt’s eine grosse Auswahl an Utensilien, die uns dazu dienen, eine gute Mahlzeit zu kochen. Wenn es aber um unsere gute innere Verfassung, um unser inneres Befinden geht, dann ist die Auswahl an Hilfsmitteln, die uns dazu verhelfen, weniger gross.
In der grossen Schublade würde man vermutlich nur eines finden: Bewusstwerden. Sehen, was ist. Nur sehen, nicht auch kommentieren oder gar bewerten oder sogar verurteilen. Nur sehen. Das scheint simpel – und ist für unseren Verstand nur schwer machbar.

Deshalb gibt es zum Beispiel jeden Monat den Create-Kurs: online, drei Stunden, dreissig Franken. Der gibt uns immer wieder die Möglichkeit, bewusst zu werden. Uns zum Beispiel darüber bewusst zu werden, dass wir nicht dankbar sind. Wir glauben zwar, wir seien es, weil wir danke sagen oder schreiben.
Das ist rasch getan und gilt als höflich.
Wir haben das so gelernt.
Und wollen ja auch höflich sein.
Das Danke kommt aber aus dem Verstand.
Das hat mit Dankbarkeit nichts zu tun.
Dankbarkeit ist ein Seins-Zustand, nicht etwas, was man über Worte ausdrückt.

Wenn im Kurs die Erkenntnis einschlägt: ich bin nicht dankbar, ich habe das nur geglaubt, mein Verstand hat mir etwas vorgemacht… wenn wir das dann einfach sehen können, ohne uns dafür zu verurteilen (denn schliesslich war keine Absicht dahinter), so kann sich etwas verändern. Nicht WIR verändern etwas; es ist ein Geschehen. Und manchmal geschieht es auch nicht beim ersten Kurs, denn unser Verstand ist hartnäckig und will recht haben. Manchmal muss man so ganz tief verwurzelte Programme mehrmals beobachten.

Wenn wir uns fürs Kochen und Essen ’so ins Zeug legen› und einen grossen Aufwand betreiben – weshalb tun wir dies nicht auch für unser inneres Wohlbefinden, unsere Lebensfreude? Weshalb haben wir nicht jeden Monat drei Stunden Zeit dafür?
Was hindert uns daran?
Vielleicht, weil man es nicht vorführen kann wie eine neue Küche?
Oder vielleicht verdrängen wir unseren Schmerz auch einfach zu gut.
Es könnte sein, dass wir gar nicht wissen, dass es Möglichkeiten gibt, ein grösseres Wohlgefühl zu erschaffen.
Vielleicht haben wir auch die Idee, dass die anderen an unserem Unwohlsein Schuld sind und wir gar nichts dagegen tun können.
Die Verantwortung für unsere Lebensfreude zu übernehmen, erscheint uns eventuell zu anstrengend.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann haben Sie jetzt einen Wegweiser entdeckt.

Anmeldung zum Kurs vom 8. September: brigitta-wyss@bluewin.ch
Bitte bis zum 4. September.

Montag, 16. August 2021

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