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Öffne nie die zweite Tüte!

Ein weiser Alter übergab einem seiner Besucher zwei verschlossene Tüten als Geschenk. Dazu gab er ihm folgende Anweisung: Du darfst die erste Tüte öffnen, die zweite aber nie, vergiss das nicht! Der Mann ging nach Hause und öffnete die erste Tüte. Von da an hatte er Glück und Erfolg in allem, was er anpackte: in seinen Beziehungen, bei der Arbeit; er war gesund und kräftig und erlebte viel Freude. So ging es einige Zeit, und der Mann genoss das Leben.
Eines Tages aber kam ihm der Gedanke, die zweite Tüte zu öffnen. Wohl war ihm die Warnung noch im Gedächtnis und er hielt sich zurück. Aber von nun an dachte er immer öfter an die zweite Tüte, die Neugier liess ihn nicht mehr in Ruhe. Und so kam es, dass sie ihn dazu verleitete, die zweite Tüte zu öffnen.
Von da weg ging es ihm schlechter: es kam zu Streit in der Familie, am Arbeitsplatz lief es nicht mehr rund, die Freude verging und auch die Gesundheit liess zu wünschen übrig.
Der Inhalt der Tüten?
Die erste Tüte enthielt all die Unzulänglichkeiten und Fehler des Mannes.
Die zweite diejenigen seiner Mitmenschen.

Wie der Mann in der Geschichte tragen auch wir die zweit Tüten mit uns herum, und auch wir sind gut beraten, nur die erste zu öffnen. Öffnen, nicht erschrecken – und annehmen, was wir sehen. Denn, was da drin ist, IST einfach. Sehen und annehmen ist die einzige Möglichkeit, dass sich die Dinge ändern können. TUN können wir’s nicht – es kann nur GESCHEHEN.

Die grösste Umweltverschmutzung entstammt diesen zwei Tüten. Es sind unsere negativen Gedanken, unser Gedankenmüll.
Wir denken alle zirka 60’000 Gedanken pro Tag.
95-98 % sind unbewusst.
70 % sind negativ.
Negative Gedanken – über uns und v. a. über andere – führen zu Ärger, Wut, Enttäuschung, Neid,  Gier, Frustration, Hass – der Nährboden für Konflikte im Kleinen wie im Grossen.

Eine Möglichkeit, die erst Tüte vorsichtig zu öffnen, den Inhalt zu betrachten und der Transformation zu übergeben, ist der monatliche Tageskurs in Appenzell.
Er findet am 15. Oktober zum vierten Mal statt.
Alle Angaben dazu finden Sie auf dem Flyer, der unten angeklickt werden kann.

↓ Beitrag als PDF zum Ausdrucken
Sonntag, 15. September 2019

Eine Antwort zu “Zwei Tüten”

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Ein Kurs ins Glücklichsein

Ein Kurs ins Glücklichsein
Es ist der dritte dieser Tageskurse, die in Appenzell stattfinden und gleichzeitig an vielen verschiedenen Orten in Europa und Russland. Im August waren über 2000 Menschen daran beteiligt und hatten so ein enorm starkes Feld aufgebaut, in welchem sehr viel Transformation möglich war.
Datum: Dienstag, 3. September 2019
Sie sind herzlich eingeladen.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Flyer unten.

Dazu eine kleine Geschichte:
Eine Frau sieht, dass vor ihrem Haus drei fremde Männer sitzen. Sie geht hinaus und fragt sie nach ihrem Begehren. Die drei sind auf der Durchreise und machen Rast. Die Frau lädt sie zum Essen in ihr Haus. Die Männer antworten, dass sie gerne bis zum Abend warten würden, bis die ganze Familie zu Hause sei. Am Abend erzählt die Frau, dass sie die drei Männer, die vor dem Haus sitzen, zum Essen eingeladen habe. Die Familie freut sich auf den Besuch und auf Geschichten, die die Fremden vielleicht mitbringen.
Die Frau geht hinaus, lädt die Fremden nochmals ein und fragt sie dabei nach deren Namen. Der erste Mann sagt, er sei der Wohlstand, der zweite sagt, er sei der Erfolg und der dritte stellt sich als die Liebe vor. Die Frau erfährt jetzt auch, dass nur einer der drei ins Haus kommen werde und dass die Familie entscheiden müsse, welchen sie nun einlade.
Die Frau erzählt der Familie, was sie eben erfahren hat. Darauf sagt der Mann: laden wir doch den Wohlstand ein, so geht es uns allen immer gut. Die Frau möchte erher den Erfolg einladen. Die Tochter bittet: laden wir die Liebe ein, sie ist das Wichtigste im Leben. Die Eltern sind schliesslich einverstanden und die Frau lädt die Liebe ins Haus. Es kommen nun aber auch der Wohlstand und der Erfolg mit ins Haus. Der erstaunten Familie erklärt die Liebe, dass ihr immer auch Wohlstand und Erfolg nachfolgen. Hätte die Familie eine andere Wahl getroffen, wäre nur einer ins Haus gekommen.

Und hier eine Übung in Sachen Liebe und Glücklichsein:
Metta-Meditation (Metta: Liebe, Freundschaft, Sympathie)
Möge ich gesund sein und frei von Leiden.
Möge ich frei sein von Hass, Gier und Verblendung.
Möge ich erfüllt sein mit Ruhe, Gelassenheit und Frieden.
Möge ich glücklich sein.

–  für eine nahestehende Person
–  für eine neutrale Person
–  für eine ungeliebte Person

Möge sie oder er gesund sein und frei von Leiden.
Möge sie oder er frei sein von Hass, Gier und Verblendung.
Möge sie oder er erfüllt sein mit Ruhe, Gelassenheit und Frieden.
Möge sie oder er glücklich sein.

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Freitag, 16. August 2019

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Ein Wort ist ein Wort ist ein Wort - und viel mehr

Folgende Aussage von Konfuzius ist mir letzthin begegnet:

‚Wenn die Sprache nicht stimmt, so ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist;
ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist, so kommen die Werke nicht zustande;
kommen die Werke nicht zustande, so gedeihen Moral und Kunst nicht;
gedeihen Moral und Kunst nicht, so trifft die Justiz nicht;
trifft die Justiz nicht,
so weiss das Volk nicht,
wohin Hand und Fuss setzen;
also dulde man keine Willkür in den Worten.‘

Anders: sei dir über die Bedeutung deiner Worte (und Gedanken) im Klaren und verwende nur jene, die deiner Absicht entsprechen. Sei dir bewusst, dass Worte (und Gedanken) Kräfte sind und wirken.
Sei dir deiner Verantwortung diesbezüglich bewusst.

Ein Erlebnis aus meinem Schulalltag: Vor Unterrichtsbeginn oder auch in den Pausen, wenn die SchülerInnen privat miteinander sprachen, fiel sehr oft das Wort ‚Hass‘.:
i hasse daa!
i hass di!
so än hass!
hassesch mi jetzt?
Ich hörte mir das einige Zeit an – es war klar, dass ‚Hass‘ ein neues Modewort war, das in die Jugendsprache Einzug gefunden hatte. Eines Tages stellte ich die Frage, ob denn klar sei, was sie da sagten. Ja, ja, aber das sei nicht so gemeint! Ja, wie denn??? Das sage man halt einfach so… Genau! Ein Wort sei aber nicht nur ein Wort; es habe einen Inhalt, eine Bedeutung – und das Wort ‚Hass‘  sei über Jahrhunderte aufgeladen durch die entsprechende Emotion, es sei keine leere Hülse, ihm hänge quasi ein riesiges negatives Gewicht an.

Im Sommer nahm ich an einem zweitägigen Kurs zum Thema ‚Achtsamkeit mit Kindern‘ teil. Es war ein sehr guter Kurs, an dem auch viele gute Übungen vermittelt wurden. Die Kursleiterin hatte selbst erfahren, was geschehen kann, wenn man mit sich unachtsam umgeht und hatte daraus gelernt. Nur in eine Ecke hatte sie scheinbar nicht geschaut. In die Sprachecke. So hiess es dann immer wieder: super! cool! mega cool! Und für etwas weniger Cooles hiess auch einmal ’shit‘.
Es ist schon klar, dass mit diesen Worten Positives, sehr Positives und Negatives bezeichnet werden sollte! Aber wie arm! Wie undifferenziert, unpräzise und auch langweilig. Es klingt irgendwie hohl – und sehr unachtsam. Unsere Sprache kennt so viele Wörter, die helfen, die Dinge genau zu beschreiben, die Nuancen berücksichtigen und im Gegenüber genauere Vorstellungen von dem hervorrufen können, was wir beschreiben. Bei Jugendlichen kann man so eine Sprache noch durchgehen lassen in der Hoffnung, dass sie mit dem Alter und der Reife reichhaltiger wird. Wenn aber Erwachsene, Lehrpersonen, Eltern, mögliche Vorbilder so sprechen, dann läuten bei mir die Alarmglocken. Wenn es zwischen (und anstatt) cool und shit nichts mehr gibt, wie begegnen wir einander dann!? Wir begeben uns, zwar vermutlich unbewusst und doch freiwillig, in die ‚Sprachlosigkeit‘ und in die Langeweile – und vielleicht auch in die Verzweiflung, weil wir nicht mehr in der Lage sind, unsere Gedanken, Ideen und Erfahrungen in farbigen Bildern zu schildern.

 

 

 

Montag, 29. Juli 2019

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