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'Bootsunglück' und
Create-Kurs August

Eine kleine Geschichte, unlängst gehört:
Mitten auf einem See sitzt ein Mönch allein in einem kleinen Boot und meditiert. Das Wasser ist tief und vollkommen ruhig, kein Lärm, nur Vogelgezwitscher; der Mönch ist  ganz in sich versunken und in einem glückseligen Zustand.
Plötzlich geht ein Ruck durchs Boot, der Mönch verliert beinahe das Gleichgewicht und droht, aus seinem schönen Zustand herauskatapultiert zu werden. Er bemüht sich, in seiner Mitte zu bleiben. Widersteht dem Versuch, die Augen zu öffnen und nachzusehen, wer denn die Frechheit hatte, ihn zu stören. Mit der inneren Ruhe ist es aber vorbei, Wut steigt auf – und schliesslich gibt er dem Drang nach und öffnet die Augen. Um festzustellen, dass es ein leeres Boot  war, das sich wohl irgendwo losgerissen haben musste, das mit seinem eigenen zusammengestossen war.

Wir wissen nicht, wie der Mönch nun reagiert hat, ob er lachte oder sich Vorwürfe machte, sich verurteilte oder die Situation gleichmütig annehmen konnte.
Schliesslich geht es darum, dass wir uns überlegen, wie wir reagieren, wenn wir in dem, was immer wir gerade tun, gestört werden. Besonders, wenn wir von uns denken, dass wir in einem guten, ausgeglichenen Zustand sind.

Wie schnell sind wir aus der Ruhe zu bringen?
Wie rasch reagieren wir ungehalten?
Wie automatisch machen wir anderen Vorwürfe?
Wie oft sehen wir uns sofort als Opfer einer bestimmten Situation?

Interessant, dass die Geschichte den Mönch in ein Boot mitten auf einen tiefen und ruhigen See setzt. Wasser steht allgemein für Unbewusstes und auch Emotionen. Der See ist tief; das Unbewusste ist unendlich und unsere eingelagerten Emotionen nicht einzuschätzen. Wenn es uns gut geht, sind wir ruhig und fühlen uns sicher. Das Boot scheint ein sicherer Ort.

Kaum geht ein Ruck durchs Boot, schreckt der Mönch aus seinem schönen Zustand auf. Das Boot hält ihn nur wenig über Wasser, und es wird mit nur wenig Kraft zum Schwanken gebracht, das Wasser schlägt Wellen. Mit der Sicherheit und dem ausgeglichenen Zustand ist es vorbei. Aus der Tiefe steigt nun auf, was die ruhige Oberfläche vorher nicht hatte vermuten lassen. Der Mönch wird wütend und denkt augenblicklich, dass ihn jemand absichtlich stören wollte.

Wenn Sie sich im Mönch und seinem Verhalten wiedererkennen, so ist klar, dass sich in Ihrem Unbewussten Programme befinden, die hinderlich sein können – (und damit sind Sie nicht allein). Zum Beispiel, wenn Sie Fülle und Wohlstand in Ihrem Leben erschaffen möchten. Fülle und Wohlstand meint hier nicht nur Finanzen, sondern auch eine gute Gesundheit, harmonische Beziehungen, Lebensfreude, die gesteckten Ziele und die Lebensvision verwirklichen…
Die meisten unserer Programme stammen aus der frühen Kindheit und sind im Unbewussten gut versorgt. Eben unbewusst. Und wirken doch.

Im Create-Kurs, der jeden Monat stattfindet, haben wir die Gelegenheit, diese Programme zu transformieren.
Der nächste Kurs findet am Dienstag, 10. August von 18.30 Uhr bis 21.30 statt.
Der Kurs findet über Zoom online statt. Es sind jeweils um die tausend Teilnehmenden, und das Feld, das dadurch entsteht, ist sehr stark. Am Ende gibt es eine kraftvolle Energieübertragung zum Anheben unseres Bewusstseins.
Kosten: 30 sFr
Mit deutscher Übersetzung
Anmeldung bis zum 6. August an brigitta-wyss@bluewin.ch

Mittwoch, 21. Juli 2021

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PARKBANK / WASSERBANK

Das Wasser steht uns bis zum Hals. Es fliesst in die Keller. Unterspült Häuser. Gräbt Bäume aus. Schwemmt Autos weg. Macht Menschen Angst. Überfüllt Seen und Flüsse. Macht Strassen unbefahrbar. Hinterlässt stinkenden Schutt…

Das Wasser zeigt uns im Aussen, was wir im Innen schon längst ansehen und ändern sollten.
Das Wasser steht uns bis zum Hals.
Lange haben wir über unsere Verhältnisse gelebt, Spass, Fun, Konsum jeglicher Art. Oder Verfolgung, Krieg und Hass.
Wenn Sie jetzt sagen: zu denen gehöre ich nicht. Ich lebe bewusst. So ist das wunderbar. Aber fein raus sind Sie nicht.
Das Wasser dringt überall hin. Sturm und Feuer auch; die Erde kann überall rutschen. Niemand kann sich herausnehmen. Auf vielen Ebenen sind wir alle miteinander verbunden; das ist nicht nur eine Redensart.

Das Einzige, was hilft: im Bewusstsein wachsen. Etwas dafür TUN und nicht nur an Schönwettertagen. Die eigenen Schattenseiten SEHEN, ANNEHMEN und damit SEIN. So kann Schatten lichter werden. Der eigene Schatten trägt zum allgemeinen bei. Nur Erleuchtete sind schattenfrei. Und deren Bewusstsein hilft, das Bewusstsein der ganzen Menschheit anzuheben.
Gottseidank geschieht Erleuchtung nun täglich, Vielen, rund um den Globus. Wir leben in einer Wendezeit und wir dürfen Hoffnung haben. Und wenn möglich unseren Teil zum Wandel beitragen.
Jammern hilft nicht; Jammern gibt mehr vom Gleichen.

Ich empfehle Ihnen ein wundervolles Buch:
‹The Four Sacred Secrets› – ‹Die vier heiligen Geheimnisse für Liebe und Erfüllung.› Die beiden Autoren, Sri Preethaji und Sri Krishnaji sind indische spirituelle Lehrende, Erleuchtete, erfolgreiche Geschäftsleute, akademisch gebildet und mit dem Westen vertraut. Sie leiten in Südindien die O&OAcademy, eine spirituelle Schule, wo Menschen aus der ganzen Welt Kurse besuchen. Viele ihrer Kurse sind jetzt natürlich auch online mitzumachen; eine Reise nach Indien ist nicht mehr notwendig.

Freitag, 16. Juli 2021

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Das Ziel ist das Ziel ist das Ziel

‹Wer vom Ziel nicht weiss, kann den Weg nicht haben› beginnt ein Gedicht von Christian Morgenstern.
Vom Ziel konnte man u. a. wissen, wenn man die Tafel am Haus 8a an der Zielstrasse sah. ‹Ziel› steht für die Zielräume.
Seit einigen Tagen gibt’s jene Tafel nicht mehr, die Zielräume aber sehr wohl – an der Gaishausstrasse 8. So kann man den Weg doch haben.

Vor etwas mehr als sieben Jahren bin ich mit meiner Praxis an der Zielstrasse eingezogen. Es gibt ja die Auffassung, dass alle sieben Jahre etwas Neues ansteht. In diesem Fall ist das so. Der jetzige Umzug ist aber weniger spannend als der Einzug vor gut sieben Jahren.

Ich hatte Ende 2013 in Indien, wo ich immer wieder eine spirituelle Schule besuchte – die O&O Academy – einen Kurs mitgemacht, in welchem ich für einen Prozess befähigt wurde, der in einem besonderen Raum stattfinden musste, einem Meditationsraum, einem Heiligen Raum.
Meine Wohnung bot keinen Platz, ich musste also Raum suchen. Das war mir noch während des Kurses eine Sorge. Extra einen Raum mieten? Und wo? – Und ganz deutlich hörte ich in meinem Kopf den Satz: Mitten im Dorf. Das Sorgenpotential stieg an. Mitten im katholischen Appenzell?!
Zu Hause, auf einem Einkaufsgang ins Dorf, bemerkte ich an der Zielstrasse 8a am Fenster einen Zettel mit dem Hinweis, dass die Räume im ersten Stock zu mieten seien.
Seit Monaten habe sich niemand dafür interessiert, sagte der Vermieter… Klar, die waren für mich bestimmt.  Es war eine grosse Sache, viel zu gross für einen Meditationsraum.

Ich hatte einige Monate zuvor meine Stelle gekündigt und war frei, etwas Neues zu wagen: eine psychologische Praxis, die Zielräume, das war es.
Und nun ist die Zeit dort auch schon um. Das Ende hat sich seit Längerem abgezeichnet. So eine Zeit ist immer etwas ungemütlich; Veränderungen bringen Umtriebe, verlangen Planung – und in diesem Fall auch ein Loslassen vieler Dinge: Sofas, Sessel, Bilder, Regale, Dekosachen. Weggeben fällt mir zwar nicht schwer, aber wo die Menschen finden, die diese Dinge haben wollen!? Und wiederum ging es dann ganz leicht. Nur Weniges musste ich in die Brockenstube bringen.

Was sich zuerst als Umtriebe darstellt, kann sich dann ändern zu einem Gefühl, von sich befreien und damit offen sein für wiederum Neues. Denn nichts ist so sicher wie der Wandel, heisst doch ein berühmter Satz. Was auch noch ziemlich sicher ist: wenn man sich dem anstehenden Wandel entgegenstellt, kommt es nicht gut. Stagnation ist schmerzhaft. Ist ein Schmoren im Alten, Überholten. Wenn Wandel ansteht, soll man entrümpeln und entstauben, manchmal ganz konkret, manchmal eher im Innenleben. Altes und Überholtes frisst Energie, saugt sie einem ab, macht müde, und man ist frustriert, hässig, wütend – wenn man ehrlich ist, auf sich selbst.
Wenn Wandel ansteht, sollte man sich öffnen und nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Die sind irgendwo existent, sonst stünde der Wandel nicht an.

Ich weiss genau, wie sich das anfühlt und wie das geht. Es gab schon Einiges an Wandel in den letzten Jahrzehnten. Trotzdem habe ich noch einen Moment gezögert, die Kündigung für die Räume zu schreiben. Ich war immer sehr gerne im Ziel.
Und jetzt – nach getaner Arbeit – fühlt es sich sooo gut an. Die Menschen kommen zu mir nach Hause oder wir arbeiten am Zoom. Mein Arbeitszimmer habe ich ausgeräumt – ich bin ja pensioniert – und Vieles entsorgt, sodass auch der Meditationsraum noch Platz gefunden hat. Weniger ist mehr. Mehr freie Energie, mehr Freude; weniger Dinge, die herumstehen, weil sie nicht mehr gebraucht werden, weniger Wege hin und her. Alles gut.

Dienstag, 13. Juli 2021

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