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Ein Verstand wie ein Messer oder ein Esel

Die schönsten Momente im Leben – das, was du als Glück, Freude, Ekstase oder völligen Frieden bezeichnen würdest – waren solche, in denen du an überhaupt nichts gedacht hast. Du warst ganz einfach da.

Der Verstand ist wie ein Skalpell. Seine Funktion besteht darin, die Realität zu durchschneiden, damit du in der Lage bist, ein Ding vom anderen zu unterscheiden. Wenn ein Messer mühelos durch etwas hindurchgleiten sollte, ist es wichtig, dass nichts daran kleben bleibt.
Nehmen wir an, du verwendest ein Messer heute dazu, einen Kuchen zu zerteilen; morgen schneidest du damit Fleisch, und übermorgen zerkleinerst du Obst. Wenn von allem Rückstände am Messer haften bleiben, ist es nach einer Weile nicht mehr brauchbar… Ein solches Messer ist eher eine Behinderung als eine Hilfe. Anders gesagt: Sobald dein Verstand sich mit etwas identifiziert, wird er mit dieser Identifikation verkettet, wodurch du die Welt auf eine völlig verzerrte Weise wahrnimmst.
Dies ist ein Zitat aus dem Buch ‚Die Weisheit eines Yogi. Wie innere Veränderung wirklich möglich ist‘ von Sadhguru.

Einige Seiten später wir der Verstand mit einem Esel verglichen:
Einst graste ein Esel auf einer Wiese. Dabei geriet er in den Wald, und nachdem er dort wochenlang saftiges Gras gefuttert hatte, wurde er schön fett. Ein Löwe, der nicht mehr in den besten Jahren war und Schwierigkeiten hatte, seine Beute zu erwischen, sah den fetten Esel, stürzte sich auf ihn, tötete ihn und frass ihn auf. Als sein Magen voll war, brüllte er vor Befriedigung. In der Nähe streiften Jäger durch den Wald. Sie hörten das Brüllen, spürten den Löwen auf und erlegten ihn.
Die Moral von der Geschichte: Wenn man derart viel von einem Esel intus hat, sollte man lieber die Klappe halten.

Ob Messer oder Esel – unser Verstand ist es, der psychologisches Leiden verursacht. Er haftet an Dingen oder Begebenheiten – wird ein klebriges Messer. Oder er vergisst nichts, wird immer ‚fetter‘ wie der Esel und dabei träge und unvorsichtig.
Eine mögliche Übung, die helfen kann:
Den Verstand beobachten – ohne zu urteilen, sich von ihm nicht in Geschichten verwickeln lassen, ihn nicht ‚klebrig‘ werden lassen.
NUR SEHEN, das ist die Übung. Sehr einfach, aber nicht leicht.

Eine gute Möglichkeit, mit der Beobachtung zu beginnen oder zu vertiefen, ist der Tageskurs, der einmal jeden Monat in Appenzell, im Hotel Hecht an der Hauptgasse, stattfindet.
Die nächste Gelegenheit ist am Sonntag, 5. Januar 2020.
Eine gute Art, das neue Jahr zu beginnen!

Alle Informationen finden Sie auf dem Flyer

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Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Eine Geschichte und ein Kurs

Die Geschichte geht ungefähr so:
Ein König besass einen Ring mit einem grossen Stein. Unter dem Stein war ein kleiner Hohlraum, in den man einen Zettel schieben konnte. Der König gab bekannt, dass er jemanden suche, der ihm eine Weisheit in wenige Worte kleiden konnte, so dass sie auf den Zettel unter dem Stein passte.
Es meldete sich nach langer Zeit ein alter weiser Mann, der dem König einen kleinen Zettel übergab, den dieser unter den Stein schob.
Die Zeiten wurden schlechter, und es brach eine Hungersnot aus. Der König tat alles, damit sein Volk überleben konnte. Eines Tages erinnerte er sich an den Zettel unter dem Stein an seinem Ring und holte ihn hervor. Darauf stand: Auch das geht vorbei.
So geschah es und das Land erblühte. Die Menschen wurden reich und dick und manche auch überheblich und egoistisch. Jeder schaute nur noch für sich. Das gefiel dem König nicht. Wieder nahm er den kleinen Zettel zur Hand und las: Auch das geht vorbei.

Und nun zum Kurs:
In diesem lernen wir, dass alles vorbei geht.
Leichtigkeit stellt sich ein, wenn wir das wirklich sehen. Und Lebensfreude.
Wir müssen nichts jahrelang mit uns herumschleppen. Wir können unbeschwert durchs Leben.
Der Kurs ist eine Reise ins Glücklichsein.
Zeit:
Sonntag, 10. November 2019
Ort: Hotel Hecht, Appenzell
Anmeldung: https://sites.google.com/view/erwachenskurs
Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Flyer weiter unten.
Sie brauchen keine Vorkenntnisse.
Der Kurs ist ganz unkompliziert, Sie werden sehen.

 

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Samstag, 19. Oktober 2019

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Öffne nie die zweite Tüte!

Ein weiser Alter übergab einem seiner Besucher zwei verschlossene Tüten als Geschenk. Dazu gab er ihm folgende Anweisung: Du darfst die erste Tüte öffnen, die zweite aber nie, vergiss das nicht! Der Mann ging nach Hause und öffnete die erste Tüte. Von da an hatte er Glück und Erfolg in allem, was er anpackte: in seinen Beziehungen, bei der Arbeit; er war gesund und kräftig und erlebte viel Freude. So ging es einige Zeit, und der Mann genoss das Leben.
Eines Tages aber kam ihm der Gedanke, die zweite Tüte zu öffnen. Wohl war ihm die Warnung noch im Gedächtnis und er hielt sich zurück. Aber von nun an dachte er immer öfter an die zweite Tüte, die Neugier liess ihn nicht mehr in Ruhe. Und so kam es, dass sie ihn dazu verleitete, die zweite Tüte zu öffnen.
Von da weg ging es ihm schlechter: es kam zu Streit in der Familie, am Arbeitsplatz lief es nicht mehr rund, die Freude verging und auch die Gesundheit liess zu wünschen übrig.
Der Inhalt der Tüten?
Die erste Tüte enthielt all die Unzulänglichkeiten und Fehler des Mannes.
Die zweite diejenigen seiner Mitmenschen.

Wie der Mann in der Geschichte tragen auch wir die zweit Tüten mit uns herum, und auch wir sind gut beraten, nur die erste zu öffnen. Öffnen, nicht erschrecken – und annehmen, was wir sehen. Denn, was da drin ist, IST einfach. Sehen und annehmen ist die einzige Möglichkeit, dass sich die Dinge ändern können. TUN können wir’s nicht – es kann nur GESCHEHEN.

Die grösste Umweltverschmutzung entstammt diesen zwei Tüten. Es sind unsere negativen Gedanken, unser Gedankenmüll.
Wir denken alle zirka 60’000 Gedanken pro Tag.
95-98 % sind unbewusst.
70 % sind negativ.
Negative Gedanken – über uns und v. a. über andere – führen zu Ärger, Wut, Enttäuschung, Neid,  Gier, Frustration, Hass – der Nährboden für Konflikte im Kleinen wie im Grossen.

Eine Möglichkeit, die erst Tüte vorsichtig zu öffnen, den Inhalt zu betrachten und der Transformation zu übergeben, ist der monatliche Tageskurs in Appenzell.
Er findet am 15. Oktober zum vierten Mal statt.
Alle Angaben dazu finden Sie auf dem Flyer, der unten angeklickt werden kann.

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Sonntag, 15. September 2019

Eine Antwort zu “Zwei Tüten”

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